Dienstag, 25. Dezember 2012

Burn the Evidence

Ich verstehe, warum Menschen in Büchern und Filmen die Briefe und Fotos von Exfreunden verbrennen. Ich habe exakt das soeben aufgrund einer Freundin gemacht und man fühlt sich wirklich besser danach. 
Zuerst zerreißt man alles in kleine Schnipsel und dann zündet man es an und es fühlt sich ein bisschen so an, als könne man der Person damit weh tun, genau so, wie sie einem selbt weh getan hat und vielleicht stellt das das Gleichgewicht wieder her und man kann mit der Sache abschließen.

Vermutlich wird das inzwischen selten gemacht - wer schreibt schon noch Briefe oder hat Fotos zum Anfassen? Vermutlich ist das einzige, was man jetzt machen kann die Facebookunterhaltung zu löschen und sämtliche Chronikeinträge und Fotos. Auch ein gewisser Aufwand, aber definitv nicht so befreiend.

Also, falls ich mal einen Freund haben sollte, werde ich darauf achten, dass er mir mal nen Brief schreibt oder nur eine Notiz oder wir Fotos haben, die nicht nur digital sind, nur damit ich etwas verbrennen kann, wenn wir Schluss machen.

1 Kommentar:

  1. Hm...wie gut ich dieses Gefühl nachvollziehen kann...und trotzdem konnte ich diesen Akt des "Erinnerungenausllöschens" nie tun...zeitweise hat mich das sehr geärgert. Aus heutiger Sicht muss ich aber sagen, dass ich froh bin, es nicht getan zu haben. Denn wenn die Enttäuschung irgendwann verflogen ist, ist man in der Lage, sich an die schönen Zeiten zu erinnern, ohne dass es weh tut. Ich finde das wichtig, denn egal, wie enttäuscht oder wütend man auch gewesen sein mag, irgendwann war es mal anders. Und diese Erinnerungen möchte ich letztlich nicht missen...
    Aber ich schätze, es kommt auf die Situation an. Und darauf, wie man selbst nun mal ist. Demnach muss man selbst entscheiden, was für einen am heilsamsten ist.
    Ich wünsche dir jedenfalls, dass du damit für dich abschließen kannst, auf welche Weise auch immer.

    LG :)

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